Theater "Klitzeklein" – Frau Pfefferminz kommt zu Besuch
Das Theater "Klitzeklein" ermöglicht den Kindern der Ibbenbürener DRK-Kita „Schatzkiste“ erste Theatererfahrungen.
Für Erwachsene und immer häufiger auch Kinder ist ein Alltag ohne Online-Anwendungen, wie Youtube oder Instagram, kaum noch vorstellbar. Davon berichtet auch Marliese van Burchard alias Frau Pfefferminz, Inhaberin des Theaters "Klitzeklein" aus Neunkirchen, die nicht selten nach ihren Theateraufführungen erstaunt von Kindern mit der Feststellung „Du bist ja echt“ angefasst wird.
Wie wichtig es also ist, echte Erfahrungen im Kleinkindalter mit dem Thema Theater und dem dazugehörigen Aspekt von Kultur zu ermöglichen, erklärt van Buchard: „Findet im Kleinkindalter eine niedrigschwellige Heranführung an das Theater in Form von Kita- und Schulaufführungen statt, zeigen sich diese Kinder als Erwachsene viel offener für Theater, Literatur und Kultur.“
Doch trotz der noch neuen Erfahrung für viele der rund 70 Kinder, zeigten sich diese während des 40-minütigen Stücks sofort begeistert und folgten gespannt den Erzählungen von Frau Pfefferminz, Maus, Stachelheinz, Eichhörnchen und Co. Der Altersgruppe der Kinder entsprechend, werden in dem Stück „Frau Pfefferminz kommt zu Besuch“ ganz unterschiedliche Themen behandelt. „Es geht darum, sich jenseits des ständigen Wettbewerbs auf die eigenen Stärken zu besinnen, gegenseitige Rücksichtnahme zu üben oder auch das mir Fremde im Anderen zu akzeptieren und wertzuschätzen“ erklärt van Buchard. Um diese zwischenmenschlichen Komponenten für die Kinder am Beispiel erlebbar zu machen, setzt van Buchard als Frau Pfefferninz auf ihre Spielgefährten Maus, Stachelheinz und Co. und stellt mit diesen Gefährten sehr alltagsnahe Momente innerhalb von Familien oder dem Freundes- und Bekanntenkreis dar.
Neben den Aspekten, die van Buchard als studierter Theaterpädagogin wichtig sind, erklärt auch Kita-Leitung Miriam Wiermann: „Für uns als inklusive Einrichtung ist der Besuch des Theaters `Klitzeklein` eine großartige Möglichkeit, alle Kinder gleichermaßen teilhaben zu lassen.“ Denn der Besuch einer regulären Theateraufführung für Kinder ist nicht für alle möglich. Sind Kinder beispielsweise von körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen betroffen, gibt es viele nur schwer zu überwindende Hürden, die durch die Theatervorstellung in der eigenen Einrichtung entfallen.
Wie Wiermann aus Erfahrung weiß, wird die Theateraufführung die Kinder noch einige Tage gedanklich beschäftigen: „Wir erleben die Kinder dann beim Nachspielen einzelner Szenen oder im Austausch mit den Erzieherinnen und Erzieherin über das Gesehene.“