„Nur ein Pieks – mehr ist das nicht“
Neu-Spender sieht Blutspende gelassen

Wo sich sonst Schülerinnen und Schüler in den Gängen und Fluren des Berufskollegs Tecklenburger Land tummeln, um nach der Pause in die Unterrichtsräume zu eilen, bilden sich heute Trauben von Jugendlichen. Die allesamt über 18-Jährigen warten gespannt auf Ihre Einführungsbelehrung für Neu-Spender:innen.
Unter ihnen auch der 22-jährige Josha aus Riesenbeck, der heute zum ersten Mal Blut spenden möchten. Neu ist das Thema für ihn aber nicht: „Meine Eltern gehen sehr regelmäßig zur Blutspende. Deswegen weiß ich auch, wie die Spende abläuft.“ Da sich die Blutspendetermine in der Vergangenheit oft mit seinen Trainingszeiten überschnitten, passt der Termin innerhalb der Schulzeit einfach besser. Seinen Beweggrund beschreibt der angehende Tischler ohne zu zögern: „Ich bin gesund und viele andere Menschen nicht. Also möchte ich Blut spenden, um denen zu helfen, die es benötigen.“
War vor der eigentlichen Spende noch eine Grundnervosität bei ihm vorhanden, macht er nun auch Unentschiedenen Mut: „Das ist nur ein Pieks – mehr ist das nicht.“ Nach geglückter Abgabe der rund fünf Liter Blut, wartet auf ihn eine zehnminütige Ruhephase und eine kleine Stärkung. Danach geht es zurück in den Unterricht.
So wie Josha geht es heute einigen Blutspender:innen. Denn dank dem Einsatz von Christina Carlone, Lehrerin am Berufskolleg und parallel dazu auch Koordinatorin der Blutspenden, haben sich 131 Schülerinnen und Schüler zur Spende angemeldet, wie Jürgen Schwering-Korves vom Blutspendedienst West berichtet. Schwering-Korves verrät, dass die Blutspende in den Räumlichkeiten des Berufskolleg schon seit 2005 angeboten wird.
Betreut wird der Blutspendetermin am Berufskolleg Tecklenburger Land vom DRK-Ortsverein Ibbenbüren, dem Team des Blutspendedienst West und der Lehrerin Christina Carlone.